100.000 Quadratmeter Photovoltaikanlagen und 200.000 Quadratmeter Gründachfläche auf Hamburger Schuldächern! Darauf haben sich die die beiden städtischen Schulbauunternehmen SBH | Schulbau Hamburg und GMH | Gebäudemanagement Hamburg zusammen mit der Finanzbehörde und der Schulbehörde verständigt.

Mit vielseitigen Maßnahmen schaffen es SBH und GMH, den Bau und die Bewirtschaftung von Schulgebäuden kontinuierlich nachhaltiger zu gestalten. Bereits in den letzten Jahren konnte der CO2-Ausstoß der Hamburger Schulgebäude dank der Schulbauoffensive und zahlreicher Sanierungen im Schnitt deutlich gesenkt werden. Mit der steten Intensivierung der klimafreundlichen Maßnahmen wird eine weitere Reduktion von aktuell jährlich rund 95.000 Tonnen CO2-Ausstoß für Hamburgs Schulgebäude auf rund 63.000 Tonnen im Jahr 2030 prognostiziert. Damit wird im Schulbau ein aktiver Beitrag zur Erfüllung der Hamburger Klimaschutzziele geleistet.

Mit vielfältigen Ansätze und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Schulbau-Standards werden Hamburger Schulgebäude immer klimafreundlicher: Künftige Neubauten werden nach KfW-Effizienzhaus-Standard 40 realisiert – Sanierungen durchschnittlich auf Effizienzhaus-70-Niveau. Neben dem Ausbau der Photovoltaik und der Hamburger Gründachoffensive, gehören zu den nachhaltigen Maßnahmen auch die Umrüstung alter Beleuchtungsanlagen auf moderne LEDs. Weitere Bereiche umfassen die zunehmend naturnahe Gestaltung von Schulhöfen, Pilotprojekte zum Energiesparen durch Digitalisierung und intelligente Gebäudesteuerung, neue Ansätze im Recycling und der verstärkte Bau von Holzgebäuden.

Durch das Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramm (HWSP) erhält das langjährige Engagement von SBH und GMH einen zusätzlichen Schub. Aus dem Programm, das die Finanzbehörde zur Bewältigung der Corona-Folgen aufgelegt hat, fließen rund 90 Millionen Euro in den klimafreundlichen Schulbau.